ich bin dann mal weg! [und laufe bis ans ende der welt]


ein hoch auf die technik! während sich dieser beitrag automatisch veröffentlicht, bin ich nämlich auf dem weg zum flughafen. urlaub - oder so ähnlich. wandern - oder so ähnlich.

während lange zeit vermieden wurde, ein land oder eine stadt ein zweites mal zu bereisen, habe ich mich bewusst entschieden, noch einmal nach santiago de compostela zu fliegen, um für eine woche durch das spanische galicien zu pilgern.

der wunsch war da, sehr lange sogar. durch zufall fiel mir anfang des jahres mein pilgerausweis in die hände, den ich zuvor verzweifelt gesucht hatte. binnen sekunden hatte mir das bunt bestempelte stück papier die sehnsucht nach dem camino beschert. aus dem einfachen wunsch wurde mein herzenswunsch.

wandern ist nicht mein hobby. allgemein bin ich wohl der unsportlichste mensch, den es gibt. morgens habe ich gerne die auswahl zwischen drölf schwarzen hosen (arbeitskleidung) oder mindestens genauso vielen jeans für die freizeit. auch alleine sein ist nicht mein ding. unter fremden menschen bin ich zunächst zurückhaltend. im bad brauche ich endlos lange - hinter einer perfekt geschminkten fassade lässt sich schließlich einiges verstecken, für die sicherheit und so...

das sind natürlich alles richtig gute voraussetzungen, um sich alleine auf den jakobsweg zu machen... nicht!

"echtes leben" vs. jakobsweg

santiago de compostela, das damalige ziel unserer pilgerreise, wird zu meinem anfang. (unschlagbar vong symbolik her, ich weiß) geplant ist, dass ich in sechs tagen knapp 90km bis ans kap finisterre laufe. das ist bewusst mehr zeit und weniger strecke als damals. schneller, höher und weiter mache ich im echten leben schon genug. der weg ist als ausgleich gedacht, wobei es im vergleich zum "wandern" nicht um die zurückgelegte strecke geht. auf dem jakobsweg geht es um dich. um das, was der weg mit dir macht.

ob und in welcher form ich im nachhinein von meinem weg berichten werde, möchte ich mir gerne offen halten. meine erwartungen sind gering, ich erwarte keinen zauber wie beim letzten mal... keine zufällig dahergelaufenen pilger, die mich mitziehen. keine gottesanbeterin. keine engländer mit reiseführer. keine tina.

nur den gefundenen glückscent von damals werde ich mir zurückholen, um ihn mit ans ende der welt zu nehmen. herzenswunsch und so...

buen camino.

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir mehr, als du erwartest. Soviel mehr......
    Buen camino
    Herzlichst
    yase

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  2. Hört sich nach einem schönen Weg zu sich selbst an! Alles gute!🍀

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stell dir vor, mein blog wäre eine bühne... dann ist das hier das feld, wo du deinen applaus lassen kannst. :) lieben dank dafür!